Freitag, 19. Oktober 2012

Herbstliche Blätter

Zum ersten Mal haben wir heute die neuen Staffeleien verwendet. 
Wir malten, passend zu der Jahreszeit, ein abstraktes Acrylbild mit herbstlichen Blättern.

 






















Und hier sind die fertigen Kunstwerke...










Mittwoch, 17. Oktober 2012

Zeichenkurs für Kinder - Teil 4 Kugel zeichnen

Bild: Malvorlage Kugel 

Wir zeichnen eine Kugel mit Hilfe von verschiedenen Schraffuren. 



Umriss andeuten...

Schatten zeichnen...

Schraffuren... hier sind noch die Hilfslinien zu sehen...


Hier haben wir die Hilfslinien ausradiert... Die Zeichnung ist fertig...

Zeichenkurs für Kinder - Teil 3 Zeichnungstechniken

Bild: Eine Zeichentechnik, die "schummern" genannt wird. Der Bleistift liegt flach auf dem Papier und zeichnet  flächige Schraffur.

Eine Zeichnung ist eine vereinfachte Darstellung eines Motivs.
Eine Zeichnung weicht normalerweise von der realistischen Darstellung etwas ab, um ein Motiv mit Hilfe von Linien zu interpretieren.
Das ist der größte Unterschied zwischen einer Zeichnung und einem Gemälde: bei einem Gemälde wird das Motiv mit vollflächigem Einsatz von Farbe dargestellt (z. B. Acrylfarbe, Ölfarbe), dagegen bei einer Zeichnung wird mit Linien gearbeitet, um die Form des Motivs, und mit Schraffur und Verwischen gearbeitet, um die Oberfläche des Motivs, Licht und Schatten auszuarbeiten.

Wir üben zuerst die richtige Haltung beim Zeichnen. Man sitzt aufrecht, nicht gebückt, und lockert die Hand, mit der man zeichnet. Das Handgelenk, der Ellenbogen und die Schulter fühlen sich frei und unverkrampft.

Man hällt den Bleistift locker, ungefähr in seiner Mitte, mit nur wenig Kraft, genau so wenig, daß das Bleistift leicht auf dem Papier "tanzen" kann.
 Damit vermeindet man dunkle, zu satte Striche, die mit viel Kraft in das Papier reingedruckt sind, und die man kaum noch radieren und ausbessern kann.

Jetzt üben wir die Schraffur. Sie ist ein sehr wichtiger Teil des Zeichnens. Mit der Schraffur wird Licht und Schatten des Motivs dargestellt, damit unsere Zeichnung nicht flach, sondern richtig lebensecht aussieht.

Bild: einfache Schraffur, die Stellen, die mehrfach schraffiert sind, erscheinen dunkler.

Bild: intensive Schraffur - sie schafft noch größere hell-dunkel Unterschiede.

Bild: Gekrümmte Schraffurstriche. Sie sind oft als schöner empfunden als gerade Striche. 

Bild: Freie Schraffur - die Striche sind kurz und willkürlich, aber gleichmäßig in alle Richtungen verteilt. Da, wo mehrere Striche aufeinander liegen, erscheint die Zeichnung dunkler.

Bild: Schummern - mit flach gelegtem Stift dicht nebeneinander gezeichnete Striche, die miteinander verschmelzen. Mehrere Schichten aufeinander bilden dunklere Stellen im Bild. 

Bild: Schummern verwischt - gleichmäßigere Abtönung von Papier, weiche Übergänge zwischen hell und dunkel. 


Beispielbild: von oben links angeleuchtete Kugel, die einen Schatten auf den Boden wirft. Die Zeichnung ist ausgeführt mit verschiedenen Schraffuren. 
Die hell-dunkel Unterschiede bringen einen 3D-Effekt in der Zeichnung.




Zeichenkurs für Kinder - Teil 2 Papier


Bild: Zwei historische Papiersorten aus dem Jahr 1785. Das helle Papier ist hadernhaltig und ist bist heute sehr gut erhalten. 

Zum Zeichnen brauchen wir nicht nur Bleistifte, sondern auch Papier. Davon gibt es viele verschiedene Sorten, der Künstler darf wählen, welche Papiersorte sich für sein Kunstwerk am besten eignet. Braucht man ein dünnes oder eher dickes Papier? Welche Farbe soll es haben?

Papier ist ein Gemisch aus verschiedenen Stoffen: 
Faserstoffen (Holzschliff, Halbzellstoffe, Zellstoffe, anderen Fasern beispielsweise Stroh, Hadern, Kunststoff-Fasern und heute etwa zur Hälfte aus Altpapier)
Impregniermitteln (tierische Leime, Harze, Paraffine, Wachse)
Füllstoffen (Kaolin, Talkum, Gips, Bariumsulfat, Kreide, Titanweiá)
Hilfsstoffen (Wasser, Farbstoffe, Entsch„umer, Dispergiermittel, Retentionsmittel, Flockungsmittel, Netzmittel)

Die Papiersorten unterscheiden sich in ihren Eigenschaften. Oft wird zur Beschreibung des Papiers seine Grammatur genannt.
Grammatur (das Flächengewicht) gibt die Masse eines Materials in Abhängigkeit von der Fläche an.

Man unterscheidet drei Kategorien von Papier:
Papier 7 g/m² bis 150 g/m²
Karton 150 g/m² bis 600 g/m²
Pappe ab 600 g/m²

Wir zeichnen im Malkurs auf dem üblichen Papier, weiß, mit Grammatur von 80 bis 120 g/m².


Hier eine kurze Übersicht der für einen Künstler interessanten Papiersorten:

Affichenpapier: Papiersorten für großformatige Plakate, meist holzhaltig und stark geleimt
 Aquarellpapier: ein Papier für die Verwendung in der Aquarellmalerei speziell geleimt, auftragend, saugfähig, verzugarm. Das Papier kann aber auch für andere Zeichentechniken verwendet werden. Die Grammatur von Aquarellpapieren liegt zwischen 120 g/m² bis zu 850 g/m² (Aquarellkarton ab ca. 150g/m²)
Büttenpapier: aus der Bütte von Hand geschöpftes oder auf der Rundsiebmaschine hergestelltes Papier, Wasserzeichen sind nur als Anlagerungswasserzeichen oder unechte Wasserzeichen möglich
Chinapapier: ein besonders weiches, saugfähiges, meist leicht gelbliches Papier, hauptsächlich für Kupferstiche, oder Radierungen verwendet, meist aus Reissrohstoff oder Abaca und Linters gefertigt
Elfenbeinpapier: anstelle von Platten aus Elfenbein zur Miniaturmalerei benutztes Papier
Elfenbeinkarton: stark satinierter, knickharter Karton für Gruß- und Visitenkarten, Färbung meist leicht abgeschlagen nach Gelb oder Grau, Grammatur um 240-320 g/m²
Feinpapier: Holzfreies (nach DIN) und hadernhaltiges Papier
Gestrichenes Papier: Papier, das mit einer ein- oder beidseitigen pigment- oder kunststoffhaltigen Masse (Minimum 5 g/m²) beschichtet (bestrichen) wurde
Hadernhaltiges Papier: Papier mit mindestens 10 % Anteil aus Lumpen und/oder Baumwoll-, Hanf-, Flachsfaser. Wird in erster Linie für Banknoten und Dokumentenpapiere verwendet
Hochglanzpapier: Einseitig gussgestrichenes nicht kalandriertes Papier
Japanpapier: Sammelbegriff für meist aus Japan oder China importierte Langfaserpapiere (Bastpapiere), meist handgeschöpfte Papiere aus Pflanzen wie Kozu, Mitsumata, Gampi, etc., extrem langfaserig und dünn, gute Saugkraft und Tintenfestigkeit, hohe berst- und Reißfestigkeit
Kunstdruckpapier: Beste Qualität aus der Gruppe der gestrichenen Papiere. Holzfreies oder leicht holzhaltiges Papier mit sehr glattem mindestens 20 g/m² starkem Strichauftrag je Seite
Löschpapier: sehr saugf„higes Papier mit hohem Volumen und lockerer Struktur, gemahlen aus Altpapier und Zellstoff, ungeleimt
Metallkaschiertes Papier: Ein- oder beidseitig mit Metallfolie (mit Aluminium) beschichtetes Papier in matt oder glänzend.
Naturpapier: Ungestrichenes Papier ohne oder mit Oberflächenbehandlung oder Pigmentierung bis 5 g/m²
Pergamentpapier: Weitgehend fettdicht und nassfest gemachtes Zellstoffpapier
Pergamin: Hochsatiniertes, weitgehend fettdichtes und hoch transparentes (wenn nicht gefärbt) Papier
Plakatpapier: Einfarbiges, auch einseitig gestrichenes Papier mit guter Lichtechtheit und relativ undurchlässig für Klebstoffe
Quellpapier: ein Spezialpapier, welches einseitig oder beidseitig mit einer stark quellenden Faser beschichtet ist
Recyclingpapier: Papier, das aus 100 % Altpapier hergestellt wurde
Rohpapier: Halbfertigprodukt zur weiteren Veredelung, wie zum Beispiel für den Streichvorgang zum Kunstdruckpapier
Saugpost: Voluminöses, saugfähiges Papier für das (früher verbreitete) Abzugsverfahren mit Schablonenvervielfältigern und Schablonendruckern neuerer Generation
Schreibpapier: Papier, das sich zum beidseitigen Beschreiben eignet. Dies wird durch besondere Oberflächenleimung und Satinage erreicht.
Seidenpapier: Sehr dünnes, holzfreies oder -haltiges Papier mit weniger als 25 g/m² Flächengewicht; Verpackungs- und Dekorationsmaterial
Transparentpapier: Papier mit hoher Lichtdurchlässigkeit. Bei der Herstellung werden besonders ausgesuchte Zellstoffe in einem Refiner gemahlen (gequetscht), wodurch sich die Faseroberfläche vergrößert und die Lichtdurchlässigkeit (Transparenz) zunimmt. Dabei schließen sich die Poren und Zwischenräume des Papiers.
Zeichenpapier: Hadernhaltiges oder holzfreies, gut oberflächengeleimtes Papier mit hoher Radier- und Abwaschfestigkeit ab ca. 60 g/m²

Hier eine kurze Übersicht der für einen Künstler interessanten Kartonsorten:

Bristolkarton: Aus mindestens drei Schichten geklebter Karton, wobei die Deckschichten holzfrei sind
Filzpappe: Wird zum Einlegen weicher Materialien, wie z. B. Brieftaschen verwendet
Finnpappe: Säurefreie, gelbliche Pappe, die aus Holzschliff hergestellt wird. Hauptsächlich im Modellbau verwendet
Lederpappe: Braune Pappe aus mindestens 30 % Braunschliff. Dadurch besonders zäh und geschmeidig, z. B. für Kartonagen und Koffer
Pappmache: Pappmach‚ bzw. Pappmaschee (auch Pulpe oder Papiermach‚, aus dem Italienischen auch Cartapesta) ist ein Gemisch aus Papier und einem Bindemittel, meist Kleister, aus dem sich leichte, stabile, relativ große und verhältnismäßig billige Plastiken, Skulpturen oder Masken gestalten lassen.

Quelle: Wikipedia.org




Dienstag, 16. Oktober 2012

Zeichenkurs für Kinder - Teil 1 Bleistift



Schon vor 5000 Jahren versuchten Menschen mit einer Art von Gerät aus Blei zu schreiben.
Dieser war im Vergleich zu den heutigen "Bleistiften" zu hart und das schreiben und malen war anstrengend.

Im Mittelalter verwendete man so genannten Silberstifte, gefüllt mit Silberdraht, die eine dünne silbrige Spur auf dem Papier hinterlassen. Diese werden noch heute von Malern zur Vorzeichnung ihrer Gemälde verwendet.

Die heutige Form bekam der Bleistift im 16. Jahrhundert, als im englischen Borrowdale Graphitvorkommen entdeckt wurde, das ein Mineral (Graphit) mit den richtigen Eigenschaften herausbrachte. Es lies sich in Form von dünnen Stäbchen, ummantelt von Holz, zu einem richtigen Bleistift formen. Dieses Schreibgerät nannte man damals "Bleistift", weil die Leute annahmen, es würde sich bei dem Mineral um Bleierz handeln. Es glänze in etwa ähnlich wie ein Bleierz...

In den kriegszeiten wurde allerdings das Graphit eher zu militärischen Zwecken benutzt, und ab und zu wurde sogar ein Verbot auf das ausführen vom Graphit aus England auferlegt. Man suchte einen Ersatz...

Im Jahr 1790 mischte der Wiener Joseph Hardtmuth erstmals Graphitstaub mit Ton und Wasser und brannte ihn in einem Ofen. Je nach Menge des Tones konnte er somit den Härtegrad festlegen. Joseph Hardtmuth begründete später das österreichische Unternehmen Koh-i-Noor Hardtmuth (persisch f. „Berg von Licht“, nach dem berühmten Koh-i-Noor-Diamanten). Sein Enkel Friedrich von Hardtmuth verfeinerte die bahnbrechende Erfindung und schuf 1889 den Koh-i-noor-Stift mit 17 Härtegraden.
Die Firma Koh-i-noor ist einer der berühmtesten Hersteller von Bleistiften geworden und existiert bis heute.
Auch wir in unserem Malkurs zeichnen mit den Bleistiften dieser Firma.

Seht sie ganz genau an - sie sind ein Teil der Geschichte geworden...


Härte Charakter                     Verwendung
9B sehr weich, tiefschwarz für künstlerische Zwecke, Skizzen, Studien, Entwürfe
8B   sehr weich, tiefschwarz für künstlerische Zwecke, Skizzen, Studien, Entwürfe
7B   sehr weich, tiefschwarz für künstlerische Zwecke, Skizzen, Studien, Entwürfe
6B   sehr weich, tiefschwarz für künstlerische Zwecke, Skizzen, Studien, Entwürfe
5B   sehr weich, tiefschwarz für künstlerische Zwecke, Skizzen, Studien, Entwürfe
4B   sehr weich, tiefschwarz für künstlerische Zwecke, Skizzen, Studien, Entwürfe
3B weich, tonsatt                 zum Freihandzeichnen und (eher weniger) zum Schreiben
2B   weich, tonsatt                 zum Freihandzeichnen und (eher weniger) zum Schreiben
B     weich, tonsatt                 zum Freihandzeichnen und (eher weniger) zum Schreiben
HB mittel                         zum Schreiben und linearen Zeichnen
F      mittel                         zum Schreiben und linearen Zeichnen
H hart                                 für geometrische und technische Zeichnungen
2H   hart                                 für geometrische und technische Zeichnungen
3H sehr hart                         für technische Detailpläne und graphische Darstellungen
4H   sehr hart                         für technische Detailpläne und graphische Darstellungen
5H   sehr hart                         für technische Detailpläne und graphische Darstellungen
6H extrem hart                 für Spezialzwecke, wie Litho-, Karto-, Xylographie
7H   extrem hart                 für Spezialzwecke, wie Litho-, Karto-, Xylographie
8H   extrem hart                 für Spezialzwecke, wie Litho-, Karto-, Xylographie
9H   extrem hart                 für Spezialzwecke, wie Litho-, Karto-, Xylographie

(Quelle: Wikipedia)





Montag, 8. Oktober 2012

Malanleitung - Herbstliche Blätter


Blätter
eine
Malanleitung




Material:

Vorlage (gesammelte Blätter, Fertigschablonen, selbst hergestellte Papierschablonen, o. ä.)
Leinwand
Acrylfarben
Schwamm zum tupfen

Vorgehensweise:

Zuerst wird die Leinwand mit einer herbstlichen Farbe grundiert.
Dazu verwende ich einen Schwamm und Acrylfarbe.
Man kann mehrere Schichten Farbe übereinander tupfen, damit ein lebendiger Eindruck entsteht.
Als Schablone verwende ich entweder frisch gesammelte Blätter, oder eine aus Papier, Pappe oder Kunststoff ausgeschnittene Vorlage (hier Papier).
Schablone wird auf die Leinwand gelegt und die Umrisse werden mit Acrylfarbe betupft.
Anschließend können die Umrisse der Blätter mit einem Bleistift nachgezogen werden, um die Klarheit der Form zu betonen.
Mit einer anderen Acrylfarbe werden jetzt weitere Blätterumrisse auf die Leinwand übertragen.
Dieser Schritt wird nach Lust und Laune wiederholt.
Hier habe ich mit einer dunkleren Farbe in der rechten Unteren Ecke eine Fläche gefärbt, diese dann mit einem weiteren Blatt geschmückt.
Die Blattumrisse werden immer wieder verdeutlicht, indem man sie mit Bleistift nachzieht.
Zuletzt habe ich ein Blatt ausgewäht, um es mit dunkler Acrylfarbe auszumalen.

Viel Spass beim Nachmalen

Vollständige Anleitung mit vielen Bildern bestückt 

kann man HIER herunterladen. (PDF-Datei)



Freitag, 5. Oktober 2012

Freies Malen am 5. 10. 2012

Heute gab es "freies Malen" - ein Maltag, an dem Kinder selber ihre Motive und Malweise wählen durften. Viele von ihnen haben sich entschieden einen Apfel zu malen. Ein Beispiel mit angezeichnetem Lichteinfall und Schattenwurf haben wir auf die Tafel gezeichnet und besprochen, es wurde dann von den Kindern in ihren Arbeiten schöpferisch umgesetzt und gestalltet.





















 Das Prinzip von Licht und Schatten wurde auch an andere Früche angewandt. 


Das unten stehende abstrakte Bild heißt "Musik" und erinnert an ein Musikstück.